Unsere Imkerinnen & Imker

Information

  • Name: Lukas Rauscher
  • Region: Granit- und Gneishochland
  • Motto: „Mahlzeit!“
  • Website: granitbienen.at
  • Kurzbeschreibung Seit 2019 begleitet Lukas den Bien – begonnen hat alles mit einem Volk, das seine Mutter zur Pensionierung bekam. Er imkert in einer vielfältigen Landschaft aus Hecken, Streuobstwiesen und alten Feldrainen und setzt bewusst auf kleine, naturnahe Standorte statt auf Masse. Frischpollen sammelt er nur im echten Überschuss – mit Blick auf Wetter, Blüte und die Bedürfnisse seiner Völker. Seine Produkte tragen die Reinheit einer stillen, unverfälschten Kulturlandschaft. „Mahlzeit!“ – ein ehrliches Wort, das bei ihm von Herzen kommt.

Vorstellung

Ich imkere im Granit- und Gneishochland – einer hügeligen, vielfältigen Region, in der kleinstrukturierte Landwirtschaft, Streuobstwiesen, alte Feldraine und artenreiche Hecken noch selbstverständlich sind. Diese Landschaft, reich an Kräutern und Blühpflanzen, bietet meinen Bienenvölkern ein natürliches Zuhause und eine stabile Grundlage über das ganze Jahr hinweg.

Meine ersten Einblicke in ein Bienenvolk hatte ich 2019. Alles begann, als meine Mutter zur Pensionierung ein Volk von meinem Opa erhielt. Die ersten Stiche haben mich nicht abgeschreckt – im Gegenteil: Mit jedem Jahr kamen mehr Völker dazu, und meine Faszination wuchs. Was als Neugier begann, wurde zu einer tiefen Verbindung.

Da Honigernten bei uns durch die kleinteilige Landschaft oft begrenzt sind, setze ich nicht auf Masse, sondern auf Vielfalt. Meine Bienen stehen an sorgfältig ausgewählten Plätzen, die ihnen das ganze Jahr über Nektar und Pollen bieten. Neben Honig gewinne ich auch Frischpollen und weitere Bienenprodukte – im Rhythmus der Natur und ohne die Völker zu überlasten.

Der Bien hat meine Sicht auf die Welt verändert. Seit ich imkere, gehe ich nicht mehr einfach durch die Landschaft – ich sehe, was blüht, was fehlt, was vertrocknet. Während andere im Sommer im Freibad liegen, frage ich mich, wie es den Pflanzen geht und wie lange die Böden noch Feuchtigkeit haben. Dieser „Bienenvirus“ ist ein Geschenk: Er schärft den Blick für Zusammenhänge und macht sensibel für das Große wie das Kleine. Vielleicht sind Imker deshalb oft die größten Naturschützer.

Beim Frischpollen gehe ich besonders achtsam vor. Die Bienen sammeln Pollen nicht für uns, sondern für sich – als Proteinquelle und Lebensgrundlage. Deshalb ernte ich nur den Überschuss, nur das, was die Bienen nicht selbst benötigen. Landschaft, Wetter und Blühverlauf behalte ich ständig im Blick.

Mein Standort ist geprägt von Vielfalt auf engstem Raum: Hecken, Waldränder, Streuobstwiesen, Kräuterinseln. Sie schenken durchgehende Trachten und reine Pollenernten. Ein bewusst reduzierter Völkerbestand ist mir wichtig – ich halte nur so viele Völker, wie ein Standort natürlicherweise tragen kann. So entstehen Ruhe, Stabilität und Qualität – besonders bei der Frischpollenernte.

Allen, die unseren Frischpollen genießen, wünsche ich: Mahlzeit! Ein ehrliches, einfaches Wort – und doch der Kern von allem: gute Nahrung aus einer gesunden Landschaft.