Unsere Imkerinnen & Imker

Information

  • Name: Oliver Leis
  • Region: Haberschlacht & Schwäbisches Land
  • Motto: „Der Duft des Pollen erinnert mich an den Frühling. In ihm steckt die Kraft unzähliger Blüten..“
  • Kurzbeschreibung: Oliver führt die Imkerei seines Vaters weiter und betreut rund 60 Bienenvölker zwischen Weinbergen, Wäldern und Wandergebieten in Südwestdeutschland. Er imkert naturverbunden, traditionell und mit großem Respekt vor dem Bien. Frischpollen entnimmt er nur an wenigen Tagen – achtsam und im echten Überschuss. Sein Pollen trägt den Duft des Frühlings und die Kraft vieler tausender Blüten.

Vorstellung

Ich imkere im württembergischen Unterland, im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Hier, rund um meinen Heimatort Haberschlacht – bekannt für Wein und weite Hügel – stehen ein Großteil meiner Bienenvölker. Im Frühjahr und Sommer wandere ich mit ihnen auf die Schwäbische Alb, in den Pfälzer Wald, den Schwäbischen Wald und bis in den Schwarzwald. Jede dieser Regionen schenkt meinen Bienen ihre eigene Tracht, ihren eigenen Duft, ihren eigenen Charakter.

Mein Weg zu den Bienen begann früh. 1972 legte mein Vater die ersten Bienenvölker zu – ich war damals drei Jahre alt. Ich bin mit dem Summen aufgewachsen, mit dem Duft von Wachs, Honig und Holz. So richtig eingestiegen bin ich jedoch erst 2015, als ich begann, die Imkerei meines Vaters weiterzuführen und in seine Fußstapfen zu treten.

Heute betreiben wir gemeinsam rund 60 Bienenvölker im Nebenerwerb. Unser Schwerpunkt liegt in der Honigproduktion, doch in den letzten Jahren wurde mir immer bewusster, dass die Bienen weit mehr erzeugen als Honig. Allen voran der Frischpollen – eine Kostbarkeit, die die Natur in reiner Form schenkt.

Am meisten berührt mich die Arbeit draußen: an einem warmen Tag mitten in einem gelben Rapsfeld zu stehen oder in einem stillen Wald, umringt vom Summen der Bienen. Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wie jede einzelne Biene genau weiß, was sie zu tun hat – und wie aus dieser Ordnung ein großer Organismus entsteht: der Bien.

Mit Frischpollen gehe ich besonders umsichtig um. Ich entnehme nur an wenigen Tagen etwas Pollen, damit im Volk kein Proteinmangel entsteht. Danach lasse ich die Bienen wieder ungehindert sammeln. Achtsamkeit steht für mich an erster Stelle.

Was mir besonders am Herzen liegt? Nachhaltigkeit, Reinheit, das Bewusstsein für die Natur und der Wunsch, das weiterzuführen, was mein Vater aufgebaut hat – nur angepasst an das Wissen und die Möglichkeiten von heute. Nicht stehen bleiben, offen bleiben.

Was meinen Standort besonders macht, ist die Vielfalt: Weinberge, Wälder, Berge, Täler – und die Möglichkeit, die Völker zu wandern. Jede Region schenkt etwas anderes, und diese Vielfalt spiegelt sich in meinen Produkten wider.

Allen, die unseren Frischpollen genießen, möchte ich eines mitgeben:
Der Duft des Pollen erinnert mich an den Frühling. In ihm steckt die Kraft unzähliger Blüten.